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Copy & Close Erfahrungen: keine neue Lizenz, sondern ein möglicher Weg raus aus dem Studio

Gleich vorweg, damit hier niemand Zeit verliert: In diesem Kurse-Board geht es sonst um Trainingslehre, um die B-Lizenz, um Ernährungsberatung oder um die nächste Reha-Fortbildung – also um Fortbildungspunkte, die am Ende im Trainerprofil auftauchen. Copy & Close ist nichts davon. Es geht nicht um Anatomie, Periodisierung oder Trainingssteuerung, sondern um den Beruf des Closers – telefonischer Verkauf hochpreisiger Coachings und Beratungen, ohne jede Berührung mit Trainingswissenschaft. Wer ausschließlich nach Fachwissen für die eigentliche Trainerarbeit sucht, kann an dieser Stelle getrost weiterscrollen.

Trotzdem poste ich das genau hier und nicht in einem beliebigen Money-Forum, aus einem bestimmten Grund: Unter Weiterbildungsthreads taucht neben Fachfragen immer wieder eine andere Überlegung auf, nämlich was eigentlich kommt, wenn der Rücken die Frühkurse nicht mehr mitmacht, die Wochenendarbeit im Studio auf Dauer keinen normalen Alltag mehr zulässt oder der Kalender schon jetzt keine zusätzliche Trainerstunde mehr hergibt, weil der Tag nur eine begrenzte Zahl an Slots kennt. Für genau diese Überlegung – ein Rollenwechsel weg vom Studio, hin zu einem Job, der von zuhause und über Sprache statt über den Körper läuft – ist dieser Ratgeber gedacht, nicht als Ergänzung zur Trainingslehre, sondern als komplett andere berufliche Richtung.

Was vom Trainerjob tatsächlich übertragbar ist

Wer im Studio Erstgespräche mit neuen Mitgliedern führt, betreibt im Grunde schon Bedarfsanalyse: fragen, was jemand erreichen will, wie viel Zeit realistisch da ist, woran frühere Versuche gescheitert sind, bevor man ein passendes Paket vorschlägt. Wer ein Personal-Training-Kontingent oder ein Ernährungscoaching als Zusatzleistung erklärt und dabei Sätze hört wie „das ist mir gerade zu teuer“ oder „ich muss erst mit meinem Partner sprechen“, übt in Wirklichkeit längst Einwandbehandlung, nur face to face und meist ohne es je so zu nennen. Auch das Gespräch kurz vor Vertragsende, wenn ein Mitglied unsicher wirkt und man es noch einmal von einer Verlängerung überzeugen will, ist im Kern nichts anderes als ein Abschlussgespräch. Genau diese Fähigkeiten stehen auch im Zentrum von Copy & Close, nur für ein Gespräch, das ausschließlich über die Stimme läuft, ohne Körpersprache und ohne den Vertrauensvorschuss, den man sich im Studio über Wochen gemeinsamen Trainings bereits erarbeitet hat.

Cover von Copy & Close, Weiterbildungsthema abseits der Trainingslehre für Trainer

Inhaltlich bleibt der Ratgeber schlank und in neun Abschnitte gegliedert, als PDF sofort nach dem Kauf lesbar, genauso auf dem Handy wie am Laptop. Die beiden Fähigkeiten von oben, Bedarfsanalyse und Einwandbehandlung, sind auch im Ratgeber jeweils ein eigenes Kapitel; dazu kommt am Ende eines zum Berufseinstieg mit ein paar Anlaufstellen, über die aktuell Closer gesucht werden – gedacht als Starthilfe für die Bewerbung, nicht als Erfolgsversprechen.

Nüchtern muss dazu gesagt werden, gerade weil es hier um einen kompletten Berufswechsel geht und nicht um eine Zusatzqualifikation neben dem bestehenden Job: In den Copy & Close Erfahrungen, die uns Leser zurückmelden, taucht ein Punkt beinahe immer auf – wer im Studio mit Körpersprache, Blickkontakt und längst aufgebautem Vertrauen arbeitet, muss sich am Telefon komplett neu sortieren, und die ersten Anrufe klingen entsprechend holprig, egal wie gut das Kapitel davor gelesen wurde. Dazu kommt ein Verlust, über den auch der beste Ratgeber nicht hinwegtäuschen kann: Die direkte Reaktion eines Mitglieds nach einem guten Training fällt am Telefon komplett weg, dort bleibt zunächst nur eine fremde Stimme am anderen Ende der Leitung. Ein Einkommen oder einen Job verspricht der Ratgeber ausdrücklich nicht, das steht auch so auf der Produktseite, und wer aktuell noch fest im Studio eingebunden ist, sollte diesen Wechsel eher als längeren Umbau begreifen denn als Wochenendprojekt.

Damit hier keine Unklarheit bleibt: Copy & Close erscheint bei RatgeberPlatz.de, und dort schreibe ich mit – kein Fund aus einem fremden Forum, sondern unser eigenes Projekt.

Wer sich das Kapitel zur Bedarfsanalyse vor einer Entscheidung ansehen will: Copy & Close Test mit Leseprobe zeigt Inhaltsverzeichnis und die ersten Seiten, ganz ohne Anmeldung vorab.

Zurück zum eigentlichen Board-Thema, mit dem ich diesen Ausflug beende: Wer von euch hat neben Trainingslehre und Lizenzen schon einmal über einen kompletten Rollenwechsel weg vom Studio nachgedacht, und woran würde das bei euch eher scheitern – am fehlenden Kontakt zu den Mitgliedern oder am Gedanken, den ganzen Tag nur noch am Telefon zu sitzen?